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Luxemburg

Streckensperrungen Luxemburg

3 gemeldete Sperrungen in Luxemburg – mit voraussichtlichem Ende, dazu Streckenzustand und Gefahrenstellen.

Aktuell gesperrt

Strecke / StelleWas & warumBis wann
Wald- und Naturschutzflächen im ganzen Großherzogtum – alle nicht asphaltierten Wege abseits der öffentlichen StraßenArtikel 15 des Naturschutzgesetzes vom 18. Juli 2018 erlaubt motorisierte Fahrzeuge im Wald und in geschützten Lebensräumen ausschließlich auf asphaltierten öffentlichen Straßen. Schotter- und Waldwege sind damit für Motorräder tabu; Ausnahmen gelten nur für Grundstückseigentümer bei der Bewirtschaftung und für Arbeiten im öffentlichen Interesse.dauerhaft
Rund 100 km Landstraßen in 52 Gemeinden, landesweit verteilt auf 14 Vëlosummer-RundkurseDas Mobilitätsministerium und das Wirtschaftsministerium reservieren jeden Sommer Straßenabschnitte für Radfahrer; diese sind während des Vëlosummer für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die genauen Abschnitte wechseln jährlich und stehen auf velosummer.lu.jährlich im Hochsommer (2026: 18. Juli bis 16. August)
Abschnitt Elvange – Burmerange – Remich (Gemeinde Schengen)Die Gemeinde Schengen hat für den Vëlosummer ein zeitweiliges Verkehrsreglement erlassen, das diesen Abschnitt für den motorisierten Verkehr sperrt und ihn Radfahrern vorbehält.18. Juli bis 16. August 2026

Stand: 30.07.2026 · Tagesaktuelle Lage vor der Tour über den Verkehrswarndienst prüfen.

Streckenlage

Streckenzustand in Luxemburg: Talstraßen, CR-Netz und Wildwechsel

Marktplatz von Echternach
Marktplatz von Echternach

Das Großherzogtum Luxemburg ist klein, aber motorradtechnisch erstaunlich abwechslungsreich: Im Norden ziehen sich die Luxemburger Ardennen (auf Luxemburgisch Éislek) als bewaldetes Hochland mit tief eingeschnittenen Flusstälern, im Osten liegt das felsige Müllerthal (die „Kleine Luxemburger Schweiz“), im Südosten begleitet die Mosel die Weinberge. Auf engem Raum kommen dadurch sehr unterschiedliche Streckencharaktere zusammen — und genauso unterschiedlich sind die Anforderungen an die Fahrweise. Auf 2.586 Quadratkilometern liegen Kurvenstrecken, Burgen und Aussichtspunkte dicht beieinander; man fährt selten lange, ohne dass sich Charakter und Untergrund der Straße spürbar ändern.

Die Hauptschlagader durch den Norden ist die N7, oft als „Route du Nord" bezeichnet. Sie führt von der Hauptstadt-Region über das Éislek-Hochland bis zur belgischen Grenze und verbindet schwungvolle, gut ausgebaute Abschnitte mit langgezogenen Kurvenfolgen über die Hochflächen. Reizvoller, aber anspruchsvoller sind die Talstraßen: Die Strecken entlang von Our, Sauer und Mosel winden sich eng am Fluss, häufig schattig, mit wechselndem Belag und blinden Kurven. Im Müllerthal sind die Straßen zwischen den Sandsteinfelsen schmal und kurvig — schön zu fahren, aber mit wenig Übersicht und teils feuchtem, moosigem Asphalt unter dichtem Blätterdach. Die kleinen Verbindungsstraßen mit der Kennung CR (Chemin Repris) sind oft die schönsten, aber auch die engsten: Hier muss man jederzeit mit Gegenverkehr in der Kurvenmitte, Traktoren und Radfahrern rechnen.

Wald, Wild und Nässe

Weil große Teile des Éislek und des Müllerthals bewaldet sind, gehört Wildwechsel zu den realen Risiken — besonders in der Dämmerung und nachts in Waldabschnitten und an Übergängen zu offenen Wiesen. In den schattigen Tälern trocknet die Fahrbahn nach Regen deutlich langsamer ab als auf den Hochflächen; nasses Laub im Herbst und feuchter Belag unter Bäumen sind klassische Sturzursachen. Im Éislek schlägt das Wetter zudem schneller um als im Süden — auf trockene Hochfläche kann hinter der nächsten Kuppe Nieselregen folgen. Ein zweiter, oft unterschätzter Faktor sind die vielen Brücken und Talübergänge über Our und Sauer: Stahl- und Betonbeläge werden bei Nässe glatt, und im engen Tal hält sich morgens lange Bodennebel. Wer die ersten Kurven nach einer Brücke vorsichtig angeht, fährt deutlich sicherer.

Die wichtigsten Verkehrsregeln auf einen Blick

  • Tempolimits: innerorts 50 km/h, außerorts (Landstraße) 90 km/h, Autobahn 130 km/h. Bei Nässe gilt auf der Autobahn 110 km/h.
  • Alkohol: Die Promillegrenze liegt bei 0,5 ‰. Für Fahranfänger (in den ersten zwei Jahren) gilt die strengere Grenze von 0,2 ‰.
  • Licht: Für Motorräder besteht Tagfahrlichtpflicht — also auch tagsüber mit Abblendlicht fahren.
  • Warnweste: Eine Warnweste muss mitgeführt und bei Panne oder Unfall außerorts getragen werden — sinnvoll griffbereit im Topcase oder unter der Sitzbank verstauen.
  • Keine Vignette, keine Maut: Autobahnen und Schnellstraßen sind in Luxemburg gebührenfrei. Es gibt weder Vignette noch Tunnel- oder Streckenmaut.

Die Polizei (Police grand-ducale) kontrolliert vor allem an Wochenenden auf den beliebten Strecken Tempo und Lautstärke; auffällig laute Auspuffanlagen sind ein Thema, gerade in den ruhigen Dörfern des Éislek. Wer rücksichtsvoll durch die Ortschaften rollt, vermeidet Ärger und sorgt dafür, dass Motorradfahrer in der Region gern gesehen bleiben.

Der Tank-Tipp: günstiger Sprit

Luxemburg ist wegen seiner niedrigen Mineralölsteuern für besonders günstigen Kraftstoff bekannt — Benzin und Diesel sind hier in der Regel spürbar billiger als in den Nachbarländern Deutschland, Belgien und Frankreich. Wer aus dem grenznahen Ausland anreist, sollte den Tank planmäßig im Land füllen statt kurz vor der Grenze. Bei der kleinen Landesfläche reicht eine Tankfüllung ohnehin für mehrere Tagestouren. Dichte Tankstellennetze gibt es entlang der Autobahnen und in den größeren Orten; im tiefen Éislek und im Müllerthal sind die Stationen dünner gesät — vor einer langen Naturparkrunde lieber nochmal auffüllen.

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