Wald, Wild und Nässe
Weil große Teile des Éislek und des Müllerthals bewaldet sind, gehört Wildwechsel zu den realen Risiken — besonders in der Dämmerung und nachts in Waldabschnitten und an Übergängen zu offenen Wiesen. In den schattigen Tälern trocknet die Fahrbahn nach Regen deutlich langsamer ab als auf den Hochflächen; nasses Laub im Herbst und feuchter Belag unter Bäumen sind klassische Sturzursachen. Im Éislek schlägt das Wetter zudem schneller um als im Süden — auf trockene Hochfläche kann hinter der nächsten Kuppe Nieselregen folgen. Ein zweiter, oft unterschätzter Faktor sind die vielen Brücken und Talübergänge über Our und Sauer: Stahl- und Betonbeläge werden bei Nässe glatt, und im engen Tal hält sich morgens lange Bodennebel. Wer die ersten Kurven nach einer Brücke vorsichtig angeht, fährt deutlich sicherer.
